Es gibt Sofas, die einfach da sind. Und es gibt Sofas, die den Raum sofort in Besitz nehmen. Tharuun von Bretz gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Die neue Sofafamilie wirkt, als hätte jemand einen großen Flussstein in ein Wohnzimmer gelegt, rund geschliffen von Zeit, Wasser und Wind, weich an der Oberfläche, kraftvoll in der Präsenz. Designerin Pauline Junglas ließ sich von archaischen Formen inspirieren und hat ein Möbel geschaffen, das eher wie ein ruhender Monolith wirkt als wie ein klassisches Sofa.
Die Kontur bleibt bewusst klar. Tharuun ist üppig, aber nicht laut. Die Linien sind sanft gerundet, die Volumen sind satt, doch nie schwer. Die Armlehnen bauen sich oben voll und großzügig auf und laufen nach unten schlanker aus. So entsteht eine optische Leichtigkeit, die dem Sofa eine besondere Ruhe gibt. Es steht im Raum wie eine Skulptur, die Halt verspricht, ohne Aufmerksamkeit zu erzwingen. Ein Möbel, das sich nicht anbiedert, sondern einfach da ist und wirkt.

Der Komfort kommt nicht von ungefähr. Unter der sinnlich gerundeten Oberfläche steckt eine ernsthafte Konstruktion. Ein stabiles Holzgestell bildet die Basis, darauf liegen elastische Federn, die den Körper tragen, ohne hart zu wirken. Mehrere Schichten Schaum mit abgestimmter Dichte sorgen für den typischen Bretz Effekt, ein Einsinken mit sofortigem Gefühl von Stabilität. Eine viskoelastische Lage und eine feine Aufpolsterung runden das Ganze ab und geben den Flächen diese leicht gewölbte, einladende Anmutung. Wer sich setzt, spürt, dass hier nicht nur gestaltet, sondern auch gedacht wurde.
Tharuun ist als Sofa und als modulare Landschaft gedacht. Rechteckige Grundelemente geben eine klare Ordnung, darauf entfalten sich organische Formen. Je nach Kombination entstehen kompakte Zweisitzer, großzügige Familienlounges oder tiefe Relax Inseln, die fast schon wie ein eigener Kosmos im Raum wirken. Die Sitztiefe bewegt sich zwischen klassisch und bewusst großzügig, sodass das Möbel sowohl in repräsentativen Wohnräumen als auch in offenen Loftgrundrissen seinen Platz findet. Auf dekorative Nähte oder verspielte Details verzichtet Bretz weitgehend. Die Wirkung kommt aus Form, Fläche und Volumen, nicht aus Ornament.
Der passende Sessel übersetzt diese Sprache in eine konzentrierte Form. Er wirkt wie eine kleinere, kompakte Ausgabe des Sofas, ein eigener Ruhepol. Die Rückenlinie zieht sich weich und schützend um den Sitz, fast wie eine Umarmung. Unter der sichtbaren Form verbirgt sich ein Drehteller aus Aluminiumguss, der den Sessel leise und mühelos drehen lässt. So kann er sich dem Gespräch zuwenden, dem Fenster oder dem Kamin. Ein solches Detail zeigt, dass Tharuun nicht nur für das Auge entworfen wurde, sondern für das Leben im Raum.

Ein besonderes Statement setzt Bretz mit dem neu aufgelegten Zebravelours. Der Stoff wurde gemeinsam mit einer italienischen Manufaktur entwickelt und knüpft an einen legendären Bretz Bezug aus den neunziger Jahren an. Das Muster ist groß, konsequent grafisch und wirkt fast wie ein Ausschnitt aus einer Kunstcollage. Die schwarzen Streifen erinnern eher an expressive Pinselstriche als an klassischen Animal Print. In Kombination mit der ruhigen Form von Tharuun entsteht ein spannender Kontrast. Das Sofa wird zur Bühne für einen Stoff, der an Miami Modern, Pop Art und glamouröse Interiors vergangener Jahrzehnte denken lässt, ohne je ins Kitschige zu kippen.
Wer sich für Tharuun entscheidet, holt sich kein beiläufiges Sofa ins Haus. Dieses Möbel richtet sich an Menschen, die ihren Wohnraum bewusst inszenieren und lieber ein starkes Stück wählen als drei austauschbare. Es verbindet skulpturale Präsenz mit spürbarem Komfort und auf Wunsch mit einer Prise Exzentrik. Ein Charakterstück für alle, die ihr Zuhause als verlängerter Ausdruck der eigenen Haltung verstehen und ein Sofa suchen, das mehr ist als ein Sitzplatz, nämlich ein Ruhepol mit Persönlichkeit.
