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    Startseite » Mercedes-Benz erfindet den EQS neu
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    Mercedes-Benz erfindet den EQS neu

    By RedaktionApril 15, 2026Keine Kommentare5 Mins Read
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    Seit seinem Debüt im Jahr 2021 steht der Mercedes-Benz EQS für jene Form elektrischer Oberklasse, in der Innovation nicht als Schlagwort, sondern als Grundprinzip gedacht wird. Als erste vollelektrische Luxuslimousine der Marke setzte er früh Maßstäbe bei Aerodynamik, digitalem Bedienerlebnis und Reichweite. Nun folgt der bisher größte Entwicklungsschritt der Baureihe. Mehr als ein Viertel des Fahrzeugs wurde neu entwickelt, überarbeitet oder grundlegend verfeinert. Das Ergebnis ist kein gewöhnliches Update, sondern ein EQS, der technologisch wie atmosphärisch in eine neue Phase eintritt.

    Im Zentrum dieser Neuausrichtung steht eine vollständig erneuerte Elektroarchitektur. Mercedes-Benz setzt nun auf 800-Volt-Technologie, neue im Haus entwickelte Antriebseinheiten, ein Zweigang-Getriebe an der Hinterachse und größere Batterien mit optimierter Zellchemie. Schon diese Kombination zeigt, wohin die Reise geht. Mehr Reichweite, schnelleres Laden, bessere Elastizität und eine noch souveränere Langstreckentauglichkeit. Im EQS 450+ steigt die WLTP-Reichweite auf bis zu 926 Kilometer. Das ist nicht nur ein technischer Wert, sondern eine Aussage. Lange Distanzen sollen sich in diesem Auto nicht mehr wie elektrische Planung anfühlen, sondern wie selbstverständliches Reisen.

    Ebenso wichtig ist, wie diese Energie nachgeladen wird. Mit bis zu 350 kW Ladeleistung gewinnt der EQS in nur zehn Minuten bis zu 320 Kilometer Reichweite zurück. Selbst an 400-Volt-Ladesäulen bleibt das System effizient, weil die Batterie intelligent virtuell aufgeteilt wird. Mercedes-Benz denkt den EQS damit nicht nur als luxuriöses Elektroauto, sondern als Fahrzeug, das sich im Alltag und auf Reisen möglichst mühelos in das Leben seiner Besitzer einfügt.

    Auch fahrdynamisch geht der neue EQS einen Schritt weiter. Besonders viel Aufmerksamkeit dürfte die Einführung von Steer-by-Wire bekommen. Mercedes-Benz bringt diese Technologie als erster deutscher Hersteller in ein Serienmodell und verändert damit das Verhältnis zwischen Fahrer und Fahrzeug grundlegend. Das neue Lenkgefühl verspricht weniger körperlichen Aufwand, präzisere Reaktionen und mehr Ruhe im Lenkrad, weil unerwünschte Rückmeldungen von der Fahrbahn weitgehend entkoppelt werden können. Gleichzeitig eröffnet das System neue Möglichkeiten bei Ergonomie und Innenraumwirkung, weil das Lenkrad flacher gestaltet werden kann und der Blick auf das Display freier wird.

    Dieser neue technologische Anspruch setzt sich im digitalen Bereich fort. Mit MB.OS hält erstmals das neue Mercedes-Benz Operating System Einzug in den EQS und macht die Limousine zum bislang intelligentesten Vertreter ihrer Familie. Das System steuert praktisch alle Fahrzeugfunktionen, arbeitet cloudbasiert, ist dauerhaft updatefähig und soll den EQS über Jahre hinweg weiterentwickelbar machen. Besonders im Zusammenspiel mit der neuen MBUX-Generation wird daraus eine digitale Umgebung, die persönlicher, intuitiver und deutlich lernfähiger erscheint als bisher. Der virtuelle Assistent kann komplexe Dialoge führen, Informationen aus dem Internet einbeziehen und über verschiedene Avatare mit Fahrer oder Fahrerin interagieren. Hinzu kommt ein weiterentwickelter Hyperscreen, der nicht nur beeindruckend aussieht, sondern in der Bedienung stärker an die Logik moderner digitaler Ökosysteme erinnert.

    Trotz aller Rechenleistung bleibt der EQS im Kern aber eine Luxuslimousine. Gerade deshalb investiert Mercedes-Benz spürbar in jene Details, die Komfort nicht nur versprechen, sondern unmittelbar fühlbar machen. Neu ist etwa die Gurtheizung in den Vordersitzen, die an kalten Tagen schnell Wärme spendet und damit nicht nur das Wohlbefinden steigert, sondern indirekt auch die Sicherheit fördern kann, weil dicke Jacken im Auto eher ausgezogen werden. Neue Zierelemente aus offenporigem Pappelholz, exklusive Nappa-Lederwelten und erstmals auch ein lederfreier Innenraum verstärken den Eindruck, dass hier eine besonders zeitgemäße Form von Luxus gesucht wird. Nicht demonstrativ, sondern sorgfältig komponiert.

    Im Fond baut der EQS seinen Vorsprung weiter aus. Größere Displays, neue portable MBUX-Fernbedienungen und Videokonferenz-Funktionen machen den hinteren Bereich noch stärker zu einem Raum für Rückzug, Arbeit oder Unterhaltung. Unterstützt wird das von einem Burmester High-End 3D-Surround-System, einem großzügigen Raumgefühl und jenem leisen Dahingleiten, das längst zu den stärksten Qualitäten des Modells zählt. Auch das Fahrwerk wurde in diesem Sinn weiterentwickelt. Die neue AIRMATIC nutzt cloudbasierte Informationen, um etwa lange Bodenschwellen im Voraus zu erkennen und die Dämpfung noch vor dem Überfahren anzupassen. Gerade auf den Rücksitzen dürfte diese Art vorausschauender Technik ihren größten Effekt entfalten.

    Optisch bleibt der EQS seiner klaren Grundidee treu, wirkt aber präsenter. Powerdomes auf der Fronthaube, neue Lichtgrafiken mit Stern-Signets im Tagfahrlicht und eine stärker modellierte Front verleihen dem Fahrzeug mehr Status. Je nach Linie zeigt er sich klassisch mit aufrecht stehendem Stern oder progressiver mit AMG-inspirierter Kühlerverkleidung. Auch am Heck wurde die Formensprache geschärft, ohne die charakteristische Aerodynamik zu verlieren. Mit einem cw-Wert ab 0,20 bleibt der EQS weiterhin eines der strömungsgünstigsten Serienautos überhaupt.

    Hinzu kommt ein neues Maß an Individualisierung. MANUFAKTUR und Made to Measure werden deutlich ausgebaut. Rund 125 Lackfarben, neue Materialien, unterschiedliche Lenkradvarianten und zahlreiche weitere Veredelungen eröffnen Kunden die Möglichkeit, ihren EQS sehr viel präziser nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Damit wird der EQS nicht nur intelligenter und effizienter, sondern auch persönlicher.

    So wirkt der neue Mercedes-Benz EQS am Ende weniger wie die nächste Evolutionsstufe eines bekannten Modells als vielmehr wie ein Neustart innerhalb der eigenen Erfolgsgeschichte. Er bleibt der elektrische Technologieträger der Marke, zeigt aber gleichzeitig, dass Luxus in Zukunft nicht nur über Material und Leistung definiert wird, sondern über Ruhe, Reichweite, digitale Intelligenz und die Fähigkeit, sich den Menschen anzupassen, die in ihm unterwegs sind.

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